Die FRAKTION kritisiert das Auslaufen des Alltagshelfer:innen-Programms des Landes NRW

Edit: 01.06.2023: Das Land NRW war von unserer Pressemitteilung so beeindruckt, dass das Alltagshelfer:innen-Programm sofort bis Ende 2023 verlängert wurde. Hier weitere Infos.

Pressemitteilung:
Köln, 30.05.2023 -Das Auslaufen des Alltagshelfer:Innen-Programms in Kitas durch das Land Nordrhein-Westfalen zum 31.07.2023 stößt bei der FRAKTION im Landschaftsverband Rheinland (LVR) auf große Kritik. Die Entscheidung, die finanzielle Unterstützung für Alltagshelfer:Innen einzustellen, hat weitreichende Konsequenzen für das pädagogische Fachpersonal und die Qualität der pädagogischen Arbeit in den Kindertagesstätten.

Das Alltagshelfer:Innen-Programm hatte zum Ziel, Fachkräfte in den Kitas von einfachen, nicht pädagogischen Tätigkeiten zu entlasten. Dazu zählten Aufgaben wie die Umsetzung von Hygieneregeln, Unterstützung im Küchendienst, Begleitung von Ausflügen und Mitorganisation von Veranstaltungen. Die Alltagshelfer:Innen trugen maßgeblich dazu bei, dass das pädagogische Fachpersonal sich verstärkt auf ihre pädagogische Arbeit mit den Kindern konzentrieren konnte.

Die FRAKTION im LVR sieht das Auslaufen der Förderung als einen Rückschlag, insbesondere vor dem Hintergrund des bereits bestehenden Fachkräftemangels in den Kitas. Ab dem Beginn des neuen Kitajahres werden viele Wochenstunden des pädagogischen Personals für Tätigkeiten eingesetzt werden müssen, die bisher erfolgreich von den Alltagshelfer:Innen bewältigt wurden. Dies führt zwangsläufig zu einer Verringerung der pädagogischen Kapazitäten und somit zu einer Einschränkung des Angebots für Kinder und Familien.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass pädagogisches Fachpersonal für Arbeiten abgestellt werden soll, die bisher von den Alltagshelfer:Innen zuverlässig erledigt wurden. Die FRAKTION im LVR betont die Wichtigkeit einer qualitativ hochwertigen frühkindlichen Bildung und erachtet es als bedenklich, dass das pädagogische Personal durch zusätzliche Aufgaben an den Rand der Belastungsgrenze gebracht wird. Dies könnte sich negativ auf die Motivation angehender Erzieherinnen auswirken, die zukünftig die Verantwortung für die Bildung und Betreuung unserer Kinder übernehmen sollen.

Des Weiteren vermutet die FRAKTION im LVR, dass eine nicht zu unterschätzende Zahl von Alltagshelfer:Innen durch ihre Tätigkeiten in den Kitas auch die praxisorientierte Ausbildung PIA (Praxisintegrierte Ausbildung) begonnen haben. Dieses Ausbildungsmodell spielt eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung des zukünftigen Fachkräftebedarfs in den Kitas.

Die FRAKTION im LVR fordert, dass Alltagshelfer:Innen fest in den Personalplanungen der Kitas implementiert werden und Möglichkeiten zur zukünftigen Finanzierung gefunden werden. Angesichts des bestehenden Fachkräftemangels ist es von großer Bedeutung, dass das Alltagshelfer:Innen-Programm weiterhin genutzt wird, um Menschen den Einstieg ins Arbeitsleben

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